Venedig blog

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Das Touristensyndrom

March 15, 2010 By: veniceblogger Category: Venedig

Wir alle kennen doch dieses typische Neidgefühl, wenn wir von einem Freund erfahren, der aus beruflichen Gründen mal eben nach New York, Japan oder Lateinamerika reisen “muss”. Natürlich denkt man anfangs erst „Oh man, was für ein Glück“, aber haben Sie schon mal an die ganzen Stunden gedacht, die alleine für dieses ganze Herumgereise draufgehen? Unzählige Stunden im Flugzeug, eingeklemmt zwischen zwei engen Sitzen, kaum Platz um gleichzeitig zu lesen und einen Kaffee zu trinken…. Ganz geschweige denn von unseren armen Beinen, die wir oft vergessen und sie nur beim aufstehen bemerken, genau dann wenn das typische Touristensyndrom zum Vorschein kommt: Pathologie der Venen oder auch der Lunge, die die Weltgesundheitsbehörde (WHO) schon seit den 90iger Jahren beunruhigt.

Touristen Klasse

Economy, Business oder First class

Während die Reisenden in der First class in aller Ruhe vor sich hindösen, unter einer kuscheligen Decke und in einer Art Sessel-Couch-Bett, und dann auch noch warmes leckeres Essen bekommen, versuchen die Reisenden in der Economy einfach nur irgendwie zu überleben. Sie müssen fast einen ganzen Tag wie Öl Sardinen in der Büchse verbringen. Kaum Platz zum bewegen, auch die Hin- und Rückwege zur Toiletten erweisen sich als recht schwer und kompliziert. Auch ist es eine wahrhaftige Herausforderung die Zeitung in Ruhe zu lesen, ohne den Nachbarn zu stören. Sobald dann endlich wieder Boden unter den Füssen zu spüren ist, kommt man sich vor wie eine Marionettenpuppe und schon beginnen die gesundheitlichen Beschwerden: Ödeme, Kribbeln, Erschöpfung, schlechtes Hören, sogar Thrombose (Blutgerinnsel) und Lungenembolie.

Die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, dass 3% der gesunden Reisenden, die oft lange Reisestunden unter gesundheitsschädlichen Bedingungen auf sich nehmen müssen, an dem typischen Touristensyndrom erkranken. Spätestens seit dem Unglück im Jahre 2001, als die 28 jährige Emma Christoferson nach langen Flugstunden von Australien bei der Landung in London starb, stehen die Behörden auf Alarmstufe rot. Die Autopsie ergab, dass ihr Tod auf eine Lungenembolie zurückzuführen ist. Warum werden die Bedingungen in den Flugzeugen nicht verbessert? Haben nur die Reichen das Recht auf Komfort und gesunden Bedingungen?

Flip-Flow

Damit Reisen nicht zum Synonym von Folter wird, gibt es doch ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Nun ja, bei jedem Problem gibt es eine Lösung. Die Rettung nennt sich Flip-Flow, ein Kreislauf stimmulierendes aufblasbares Gerät, welches jedem Reisenden ein bisschen Luxus verschafft. Es handelt sich um ein Gerät, dass bei den Füssen angewendet wird, um die Durchblutung und den Kreislauf zu fördern.

Und warum scheint es nur eine Gefahr für diejenigen zu sein, die fliegen und nicht für die unzähligen Personen, die ununterbrochen vor dem Computer sitzen oder mehrere Stunden im Zug oder im Auto verbringen? Den Forschern zufolge, spielen der Luftdruck und der Sauerstoffgehalt in den Flugzeugkabinen eine wichtige Rolle. Vor allem die Personen mit schon vorhandenen gesundheitlichen Beschwerden (Übergewicht, chronische Herzerkrankungen, Schwangere, Diabetiker, Senioren..) sind noch viel stärker betroffen

Damit Ihr Körper gut durchblutet wird, sollten Sie verhindern, dass Ihre Beine einschlafen, Ihre Knöcheln anschwellen oder sich Gerinnsel bilden: tragen Sie gemütliche Kleidung, bewegen Sie Ihre Füße, heben Sie die Knie, versuchen Sie ab und zu aufzustehen und den Gang hinunter zu laufen und trinken Sie genügend Wasser. Ein paar kleine Ratschläge, die Ihnen und vor allem Ihrem Körper sehr gut tun werden.

Fliegen, Reisen Sie und achten Sie auf Ihre Gesundheit. Venedig wartet schon gespannt auf Sie. Mieten Sie sich die komfortablen und kostengünstigen Appartments in Venedig und verbringen Sie einen entspannten und unterhaltsamen Aufenthalt in einer der romantischsten Städte Europas.